Entscheidend für die erfolgreiche Verarbeitung von Beton ist eine saubere und schlüssige Planung. Denn sofern für ein geplantes Bauwerk keine Fertigbetonteile verwendet werden, geschieht der Guss von größeren Bauteilen (z.B. einer Geschossdecke) in der Regel an einem Stück. Daher muss sichergestellt sein, dass alle notwendigen größeren Durchbrüche, Verschalungen und Stützwerke termingerecht fertiggestellt wurden. Denn ist das Mischfahrzug erst einmal vor Ort, gibt es nur ein relativ kleines Zeitfenstern für die Verarbeitung.
Der Vertrieb von Beton stellt hohe Anforderungen an Planung und Logistik. In der Regel verfügen Betonwerke über mehrere Mischanlagen, sind Lieferant für eine gewisse Anzahl von Fuhrunternehmen und bedienen eine weitaus größere Zahl von Baustellen mit unterschiedlichem Betonbedarf, dessen Anlieferung möglichst genau in einen reibungslosen Bauablauf passen soll. Einige Betonwerke verfügen über einen eigenen Fuhrpark, zunehmend wird jedoch die Transportlogistik an externe Fuhrunternehmer ausgelagert.
In der Regel wird Beton heute in zentralen Betonwerken hergestellt. Ausnahmen sind Großbaustellen, auf denen in einem eigenen Betonwerk vor Ort Baustellenbeton hergestellt wird. In Silos werden die jeweils benötigten Zuschlagstoffe (wie Sand und Kies) bevorratet, die chemischen Additive befinden sich in Tanks. In das Herzstück der Produktion, die eigentliche Mischanlage werden dann die Zutaten computergesteuert zugeführt und sorgfältig vermengt. Die Mischung erfolgt dabei in der Regel auftragsgesteuert, also je nach dem Bedarf an der anfordernden Baustelle. Für einen Kubikmeter klassischen Baubetons werden ca. 1400 kg Kies, 600 kg Sand, 300 kg Zement und 150 Liter Wasser benötigt.
Der Transport von Beton erfolgt heute fast ausschließlich mit speziellen Mischfahrzeugen, den Fahrmischern. Nur minderwertige Betone können auch mit normalen Kipplastwagen transportiert werden (beispielsweise Walzbeton). Die Trommelgrößen der Fahrmischer variieren von 6m³ bis 12m³, in Ausnahmefällen werden auch Sattelzüge mit bis zu 15m³ eingesetzt. An den Baustellen wird der Beton dann über mehrteilige Rutschen, seltener auch über Rohrleitungen an den Bestimmungsort geleitet. Die dafür notwendige Fließfähigkeit stellt eine in das Fahrzeug integrierte Fließmittelanlage sicher, die dem Produkt eine spezielle Flüssigkeit zusetzt, ohne dadurch das Mischungsverhältnis von Wasser und Zement zu verändern.
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